Ausstellungen, Kommentare, Wissenswertes

Mein Blog richtet sich an alle archäologisch Interessierten. Hier werden Ausstellungen angekündigt und teilweise kommentiert, Museen vorgestellt oder andere archäologische Themen, mit denen ich mich gerade beschäftige, veröffentlicht. Vortragsankündigungen beschränken sich dabei in der Regel auf den Raum Bonn, da ich in Bonn wohne. Thematische Schwerpunkte bilden – parallel zu meiner Website www.archaeologie-verstehen.de – Römer (einschließlich Provinzen), Etrusker und Kelten sowie die materiellen Zeugnisse der frühen Christen.

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15.09.2019 Sonntagsführung im Akademischen Kunstmuseum Bonn: Skulptur im Hellenismus (Anna Lisa Schneider)

Sonntags führen Studenten der Archäologie in Bonn Führungen durch das Akademische Kunstmuseum Bonn oder bieten Vorträge

 

Uhrzeit: 11.15 Uhr

Adresse:

Akademisches Kunstmuseum – Antikensammlung der Universität Bonn
Am Hofgarten 21
53113 Bonn

Preis für Erwachsene: 3 € (Eintritt und Vortrag)

 

Archäologisches Museum in Metz (Frankreich)

Die archäologischen Sammlungen der französischen Stadt Metz sind Teil des Museums La Cour d’Or. Dieses 1839 gegründete Museum für Kunst und Geschichte im Zentrum von Metz beherbergt neben gallo-römischen Funden auch mittelalterliche Kunst und Architektur sowie eine Gemäldesammlung. Im Folgenden soll jedoch nur die gallo-römische Sammlung vorgestellt werden, die eine der größten in Nordfrankreich ist.

Der Rundgang beginnt mit einem Mosaik und der Vorstellung der Stadt Dividorum, der Hauptstadt des keltischen Stammes der Mediomatriker, denen Metz seinen Namen verdankt. Danach führt uns unser Weg in das Kellergeschoss, wo die beim Bau des Museums gefundenen Reste einer römischer Thermenanlage in das Museum integriert wurden. Zurück im Erdgeschoss widmet sich die gallo-römische Ausstellung unter anderem den Themen Arbeit und Alltag, Bestattungswesen, Religion (darunter orientalische Gottheiten und Christentum), Wohnhäuser und Gutshöfe sowie den römischen Berufen. Vor allem Darstellungen auf Grabmälern helfen uns oft, diese Alltagsthemen nachzuvollziehen.

Zu den Highlights der gallo-römischen Sammlung des Museums La Cour d’Or gehört die Jupiter-Giganten-Säule aus Merten, der ein eigener Saal gewidmet ist. Eine Kopie dieser beeindruckenden Säule steht in Metz in der Rue Serpenoise. Die orientalischen Religionen werden unter anderem durch Reliefs und Statuen aus einem Kultraum für Mithras repräsentiert.

Danach führt uns der Rundgang durch die gallo-römische Sammlung erneut in den Keller. Hier wird uns die gallische Volkskunst nähergebracht, bevor wir unseren Rundgang durch die gallo-römische Epoche mit einem Blick auf die Franken und andere „Barbaren“, die gegen Ende des 5. Jhs. n. Chr. die römische Herrschaft in der Region von Metz ablösten, beenden.

08.09.2019 Sonntagsführung im Akademischen Kunstmuseum Bonn: Tod und Bestattung in der Fremde? – Der Holzsarkophag im AKM (Steffanie Herten)

Sonntags führen Studenten der Archäologie in Bonn Führungen durch das Akademische Kunstmuseum Bonn oder bieten Vorträge

 

Uhrzeit: 11.15 Uhr

Adresse:

Akademisches Kunstmuseum – Antikensammlung der Universität Bonn
Am Hofgarten 21
53113 Bonn

Preis für Erwachsene: 3 € (Eintritt und Vortrag)

 

Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim (Teil 4)

Im französischen Teil des europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim wurden die Reste einer römischen Straßensiedlung konserviert. Die Siedlung war ca. 20 Hektar groß und wurde etwa zwischen 40 und 50 n. Chr. gegründet. In ihrer Blütezeit in der ersten Hälfte des 3. Jhs. n. Chr. lebten hier vermutlich ca. 2000 Menschen.

Bei den Gebäuden handelt es sich vor allem um sogenannte Streifenhäuser, die auf eine Hauptstraße hin ausgerichtet waren. Die Häuser reihten sich Mauer an Mauer; nur selten gab es zwischen den Häusern schmale Durchgänge. Den Schmalseiten der Häuser zur Straße hin waren Säulengänge vorgelagert. Das Innere der Häuser verband Wohnbereiche mit Bereichen zur Ausübung verschiedener Handwerke und den dazugehörigen Geschäften. Beispielsweise fand man Reste einer Bronzegießerei und einer Bäckerei. Einige der Häuser hatten auch Räume mit Fußbodenheizung.

Auch eine große öffentliche Thermenanlage gehörte zu dieser Siedlung. Die Reste dieser Badeanlage werden heute unter einem Schutzdach bewahrt. Zu diesen Thermen gehörte neben dem Umkleideraum und den eigentlichen Baderäumen (Kaltbad, Warmbad und Heißbad) ein Hof für sportliche Aktivitäten, in dem sich auch ein Schwimmbecken befand.

Neben der Thermenanlage, im Zentrum der Siedlung, gab es eine Basilika ca. 31 x 15 Meter große, die Versammlungen oder für Gerichtsverhandlungen gedient haben könnte, sowie eine repräsentative Brunnenanlage. Dieser Bereich ist jedoch nicht sichtbar gemacht worden.

Neben seiner Funktion als Museum und archäologischer Park ist der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim auch ein Forschungszentrum. Anhand der vielen teilweise überregional bedeutenden Funde in dieser Region von der Bronzezeit bis heute wird hier die Entwicklung der Besiedlung der Region Bliesbruck-Reinheim erforscht und in verschiedenen Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

 

01.09.2019 Sonntagsführung im Akademischen Kunstmuseum Bonn: Spätantike Essräumlichkeiten und -sitten (Jacob Knechtel)

Sonntags führen Studenten der Archäologie in Bonn Führungen durch das Akademische Kunstmuseum Bonn oder bieten Vorträge zur antiken Kultur im Hörsaal des Archäologischen Instituts Bonn an.

 

Uhrzeit: 11.15 Uhr

Adresse:

Akademisches Kunstmuseum – Antikensammlung der Universität Bonn
Am Hofgarten 21
53113 Bonn

Preis für Erwachsene: 3 € (Eintritt und Vortrag)

 

Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim (Teil 3)

Neben den rekonstruierten keltischen Grabhügeln führt der Rundgang durch den europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim zur Römischen Palastvilla, einem römischen Gutshof, der seit 1987 ausgegraben wird. Der mit etwa 70.000 Quadratmetern Grundfläche riesige Gutshof ist einer der größten im Raum Saar-Mosel. Allein das Hauptgebäude erhebt sich bereits auf ca. 5.600 Quadratmetern und nimmt mit seinem Hof und mehreren Anbauten 44.000 Quadratmeter ein. Diese sogenannte pars urbana war vom Wirtschaftsbereich (pars rustica) mit seinen durch eine Mauer getrennt. Der landwirtschaftliche Teil der Villa war von einer Mauer umgeben, an sich 13 Nebengebäude anlehnten. Direkt an das Hauptgebäude schloss das Gebäude an, das heute rekonstruiert ist und eine Taverne sowie im Obergeschoss eine Ausstellung über die Villa beherbergt.

Der Grundriss des Hauptgebäudes ist H-förmig. Im Zentrum befindet sich ein 33 x 8 Meter großer Raum, der vermutlich als Empfangsraum diente. An der vorderen und rückwärtigen Fassade waren Säulengänge vorgelagert, die die Gebäudeteile miteinander verbanden. Vor dem Gebäude lag ein Garten, der heute wieder in Teilen sichtbar gemacht wurde.

Die nördlichen Räume im Ostflügel des Gebäudes gruppieren sich um einen größeren Saal. Im Südteil fand man einen Raum mit Fußbodenheizung. Die Deutung dieser Räume ist allerdings unklar. Im südlichen Teil des Westflügels befanden sich die Wohnräume der Besitzer, darunter drei mit Fußbodenheizungen. Im nördlichen Teil war der Badetrakt untergebracht. Im Bereich dazwischen fand man einen Kellerraum.

Dieses palastartige Gebäude war mit Wandmalereien, Stuck und Marmor ausgestattet. Die Besitzer dieser riesigen und prachtvollen Villa müssen eine besondere soziale Stellung in der daran anschließenden gallo-römischen Siedlung gehabt haben. Waren Sie Nachfahren der in den Grabhügeln bestatteten hochstehenden Kelten?

 

(Fortsetzung folgt …)

 

25.08.2019 Sonntagsführung im Akademischen Kunstmuseum Bonn: Klassisch schön. Griechische Skulptur des 5. Jhs. v. Chr (Patrick Zeidler)

Sonntags führen Studenten der Archäologie in Bonn Führungen durch das Akademische Kunstmuseum Bonn oder bieten Vorträge zur antiken Kultur im Hörsaal des Archäologischen Instituts Bonn an.

 

Uhrzeit: 11.15 Uhr

Adresse:

Akademisches Kunstmuseum – Antikensammlung der Universität Bonn
Am Hofgarten 21
53113 Bonn

Preis für Erwachsene: 3 € (Eintritt und Vortrag)