Online-Kurse Archäologie

Eine interessante Möglichkeit sich weiterzubilden, sind Online-Kurse. Plattformen wie Coursera bieten Kurse zu allen möglichen Themenbereichen an und das Ganze auch noch kostenlos. Auch einige archäologische Kurse sind hier zu finden und aus eigener Erfahrung kann ich zwei Kurse empfehlen: „Roman Architecture“ von Diane Kleiner (Yale University) und „Archaeology’s Dirty Little Secrets“ von Sue Alcock (Brown University.

„Roman Architecture“ wurde 2009 das erste Mal im Rahmen der Yale Open Courses durchgeführt und die zweite Ausgabe des Kurses dieses Jahr war erstmalig zusätzlich bei Coursera vertreten. Der Kurs geht 15 Wochen und besteht aus den Aufzeichnungen der Vorlesungen von Prof. Kleiner. Über den Kurs verteilt gibt es 3 schriftliche Übungen, zwei Multiple Choice Tests und ein Projekt (Design your own Roman City). Bei diesem Kurs sollte man 4-8 Wochenstunden einplanen, je nachdem, wie intensiv man die Vorlesungen nacharbeitet. Als Begleitbuch ist ein eBook herausgekommen, das die Vorlesungen noch einmal zusammenfasst. Der Kurs gibt einen sehr guten und ausführlichen Überblick über die Entwicklung der römischen Architektur. Er bringt den Teilnehmern Baumaterialien, technische Entwicklungen und die verschiedenen Bautypen auf sehr verständliche Weise näher.

„Archaeology’s Dirty Little Secrets“ fand dieses Jahr ebenfalls zum zweiten Mal statt – das erste Mal 2013. Dieser achtwöchige Kurs ist sehr abwechslungsreich gestaltet und wurde speziell als Online-Kurs konzipiert. Es gibt Videos mit Einführungen in das Thema der Woche, führt in die Handhabung und Interpretation von Funden ein und geht auch das jeweilige Thema in Interviews über aktuelle Grabungen ein. Daneben gibt es Texte, die das Thema vertiefen. Einige dieser Texte sind notwendig, um den wöchentlichen Multiple Choice Test zu beantworten, andere Texte dienen nur der Ergänzung. Jede Woche kann man eins von drei Themen für eine schriftliche Übung wählen. Für diesen Kurs sollte man 4-6 Wochenstunden einplanen.

Beide Kurse werden von Diskussionen im Forum begleitet, wo sich ebenfalls sehr interessante Hinweise finden. Die schriftlichen Übungen werden von Mit-Studenten bewertet und kommentiert. Zum Abschluss gibt es bei Bestehen eine Teilnahmebescheinigung.

So unterschiedlich die beiden Kurse im Aufbau auch sind, beide haben sich für mich gelohnt. Voraussetzung sind natürlich gute Englischkenntnisse – vor allem für die schriftlichen Übungen. Und man sollte möglichst nicht beide Kurse gleichzeitig belegen, da beide sehr arbeitsintensiv sind.

ArchaeoRegion Nordeifel: 30 Tipps für Archäologie-Fans

Eines der Projekte des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland ist die „ArchaeoRegion Nordeifel“. Zusammen mit den betroffenen Kommunen will das Amt die archäologisch interessanten Sehenswürdigkeiten der Nordeifel bekannt machen und für den Tourismus erschließen. Die Bodendenkmäler sind so verschieden wie die archäologischen Teildisziplinen: von Fossilien und Funden aus der Steinstein, über Ruinen aus der Römerzeit oder dem Mittelalter bis hin zu Funden aus der NS-Zeit.

Das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland hat zur ArchaeoRegion Nordeifel eine Broschüre herausgegeben, in der man die wichtigsten Informationen zu 30 Denkmälern nachlesen kann. Und vor Ort wurden 2012 weisen neue Hinweistafeln auf die Sehenswürdigkeiten hin.

Weitere Informationen: http://www.bodendenkmalpflege.lvr.de/archaeoregionnordeifel

Archäologie – ein Beruf für Abenteurer?

Archäologie – ein Forschungsgebiet, das nach Abenteuer, Schatzsuche und Romantik klingt. Immer wenn die Sprache auf mein Studium kommt, folgen in der Regel Aussagen wie „Mumien fand ich schon immer interessant“ oder „Ausgrabungen fand ich schon immer spannend“. Denn Film-Archäologen wie Indiana Jones und Funde wie das Grab von Tutanchamun prägen das Berufsbild des Archäologen in der Öffentlichkeit.

Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? Dies soll in lockerer Folge im Bereich „Grundlagen“ meiner Website behandelt werden.

Archäologie verstehen – ein Projekt

08. Juni 2013, 19:03
Wie schon auf der Homepage erwähnt, entstand die Idee zu dieser Website bzw. einem Blog als ich im Internet nach Möglichkeiten suchte, mich in Archäologie fortzubilden. Ich wollte einfach meine Kenntnisse wieder auffrischen, z. B. mit einem Fernkurs oder E-Learning. Langwierige Zusatzausbildungen kamen nicht in Frage, da das Ganze neben meinem Vollzeitjob stattfinden sollte. Leider fand ich nicht, was ich suchte, und ich startete mein eigenes Fortbildungsprojekt.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich dabei?
– Vorträge
– Archäologische Museen und – Ausstellungen
– Mitgliedschaft in archäologisch ausgerichteten Vereinen (z.​B. Fördervereinen von Museen), um Gleichgesinnte kennenzulernen
– Wissenschaftlich begleitete Exkursionen und Reisen (z. B. über die Fördervereine)
– Kolloquien
– und natürlich lesen, lesen, lesen: Zeitschriften, Bücher, Internet
In meinem Blog möchte ich nun Notizen, Ausstellungstipps, Kommentare, Ideen usw. der Öffentlichkeit zugänglich machen, die ich im Laufe dieses Projektes sammeln werde. Meine Schwerpunkte liegen dabei bei Römern (einschließlich Provinzen), Etruskern, Griechen und Kelten sowie bei der christlichen Archäologie, d.​h. den materiellen Zeugnissen der frühen Christen.