Das Neumagener Weinschiff (Neumagen-Dhron bei Trier)

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Eines der bekanntesten Stücke im Rheinischen LandesmuseumTrier ist das sogenannte Neumagener Weinschiff, das 1878 in Neumagen-Dhron gefunden wurde. Es gehört zum Aufsatz für das Grabmal eines römischen Weinhändlers und wird auf etwa 220 n. Chr. datiert.

Insgesamt wurden Reste von 4 Schiffen gefunden, die jeweils paarweise zusammen gehören. Auf dem komplett erhaltenen Schiff in der Dauerausstellung des Museums erkennt man 4 große Weinfässer sowie 8 Besatzungsmitglieder. Das Schiff hat 22 Ruder, einen Rammsporn und sowohl am Bug als auch am Heck läuft der Schiffskörper in Drachenköpfe aus. Zwischen den Schiffspaaren waren jeweils 14 Amphoren pyramidenförmig als Bekrönung des Grabmals aufgeschichtet.

Kopien des Neumagener Weinschiffs befinden sich an verschiedenen Orten – unter anderem auch in Neumagen selbst an der Peterskapelle. Siehe Fotos oben.

Seit 2007 gibt es sogar einen Nachbau des Schiffes, die „Stella Noviomagi“. Zwischen April und Oktober lädt das Schiff am Wochenende jeweils zu einer 1-2stündigen Fahrt auf der Mosel ein. Gruppen können das Schiff für 22 Ruderer auch chartern und dann sogar selber rudern.

Literatur

M. K. N. Weidner in: Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.): Fundstücke: von der Urgeschichte bis zur Neuzeit. (Schriftenreihe des Rheinischen Landesmuseums, 36). Theiss, Stuttgart 2009, S. 110–111.

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Trier – Die Thermen am Viehmarkt

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Neben den bekannteren römischen Denkmälern Triers wie der Porta Nigra oder den Kaiserthermen gibt es seit 1998 am Viehmarkt eine neue Attraktion: ein großer gläserner Schutzbau, unter dem sich u.a. die Reste römischer Bauten verbergen.

1987 hatte die Anlage einer Tiefgarage und einer Bankfiliale am Viehmarkt ein Fenster in die Vergangenheit Triers geöffnet. Dabei traten Bestattungen der Urnenfelderzeit (ca. 1000 v. Chr.), ein kompletter römischer Straßenblock (Insula) nebst angrenzenden Straßenzügen, eine Abfallgrube aus dem Mittelalter sowie die Kellerräume eines Kapuzinerklosters aus dem 17. und 18. n. Chr. zutage.

Literatur:

  • H. Cüppers, Thermenanlage am Viehmarkt. In: H. Cüppers (Hrsg.): Die Römer in Rheinland-Pfalz (Hamburg 2002) S. 625f.
  • S. Faust, Viehmarkt: Römische Thermen. In: Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.): Führer zu archäologischen Denkmälern des Trierer Landes, in: Schriftenreihe des Rheinischen Landesmuseums Trier 35 (Trier 2008) S. 74f.
  • K.-P. Goethert, Die Thermen am Viehmarkt. In: Römerbauten in Trier. Führungsheft 20 (Regensburg 2003) S. 107–123.
  • J. M. Nebe et al., Der Viehmarkt im Brennpunkt von Planung und Interessen (Trier 1989)

Die ältesten römischen Funde stammen aus dem frühen 1. Jh. n. Chr.: eine Straßenkreuzung sowie Fachwerkhäuser aus Lehm, die mit qualitätvollen Wandmalereien dekoriert waren. Ab Mitte des 1. Jh. n. Chr. wurden die Fachwerkhäuser durch Steinhäuser ersetzt. Und zur gleichen Zeit wurden auch die Straßen erneuert.

Im 2. Jh. n. Chr. wurde die Bebauung einer kompletten Insula durch einen Großbau ersetzt, dessen ursprünglicher Zweck immer noch nicht eindeutig bestimmt werden konnte. Im Norden war dem Gebäudekomplex eine Portikus vorgelagert, über die man in einen Hof gelang. An zwei Korridore links und rechts des Hofes schloss sich jeweils ein offener oder überdachter Raum an. Über die zwei Korridore betrat man auch den hinter dem Hof liegenden Raum, der wiederum von Höfen flankiert wurde. Dahinter gab zwei weitere Höfe und einen Durchgangsraum, der zu zwei der drei großen Räume im hinteren Teil des Gebäudes führte.

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Auch wenn die Räume in ihrer Anordnung an Thermen erinnern, weist in dieser ersten Bauphase nichts auf eine Nutzung als Badeanlage hin. Erst nach einem Umbau im 4. Jh. n. Chr. finden wir in mehreren Räumen Badebecken und Heizungsanlagen. Trotzdem waren die Räume offenbar nicht miteinander verbunden und es lässt sich keine klare Abfolge von Frigidarium zu Tepidarium und Caldarium feststellen. Auch entsprechen Größe und Form der Becken nicht den üblichen „Badewannen“ einer Therme. Wie genau diese Badeanlage genutzt wurde, muss daher im Dunkeln bleiben.

Als die Anlage im späten 4. Jh. aufgegeben wurde, diente sie wie viele antike Bauten als Steinbruch. Im 17. und 18. Jahrhundert entstand ein Kapuzinerkloster mit zugehörigem Garten über den Resten römischer Zeit. Der Garten wurde nach Aufgabe des Klosters als Viehmarkt genutzt.

Die beim Bau der Tiefgarage wiederentdeckten Reste aus römischer und späterer Zeit, sind heute unter dem Glasbau des Architekten Oswald Mathias Ungers zugänglich und die römischen Straßenzüge sind im Pflaster des Viehmarkts in rötlichen Steinen sichtbar gemacht.

Porta Nigra, Trier (Teil 2)

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Die Porta Nigra besteht aus einem dreistöckigen Mittelteil (ursprünglich Höhe 24,50 m) sowie je einem vierstöckigen Turm an jeder Seite (ursprünglich Höhe ca. 32 m). Die Türme stehen dabei leicht über. Sie sind 10 m breit und 21,50 m tief. Das Mittelteil ist dagegen nur 15,9 m breit und 16 m tief und hat einen über alle Stockwerke gehenden Innenhof. Man konnte die Porta Nigra entweder durch Türen in den Außenseiten der Türme oder vom Wehrgang der Stadtmauer aus betreten.

Über einem hohen Sockel erhebt sich zunächst eine Zone mit Halbsäulen, auf der eine hohe Frieszone ruht. Das zweite Stockwerk zeigt den gleichen Aufbau, wobei die Frieszone niedriger ist. Diesem Aufbau folgen auch das dritte Stockwerk und die beiden vierten Obergeschosse der Türme. Außen an den Türmen und im Innenhof finden sich allerdings flache Pilaster an Stelle der Halbsäulen.

Die Durchfahrten im Mittelteil der Porta Nigra haben Tonnengewölbe, deren Außenseiten Archivolten auf niedrigen, flachen Pilastern schmücken. Auch die Fenster werden von Archivolten auf Pilastern gerahmt. Die verwendeten Steinquader sind ca. 60 cm hoch, 1 m tief und 1,25 m breit.

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Das Mauerwerk der romanischen Apsis unterscheidet sich vom römischen Gebäudeteil deutlich durch die kleineren Steine und den Aufbau. Der sechseckige Anbau wird von Strebepfeilern unterteilt. Über der Zwerggalerie, die die Apsis heute nach oben hin abschließt, befand sich früher noch der Lichtgaden der Oberkirche.

Auch im Inneren der Porta Nigra mischen sich romanische Bauteile unter die römischen. Während der Nutzung als Kirche waren im Innenhof die Böden der Kirchen eingezogen. Der Bereich des Innenhofes diente als Mittelschiff und man kann noch die Orgelempore erkennen. Der Ostturm diente nach dem Anbau der Apsis als Querhaus, die seitlichen Wehrgänge als Seitenschiffe.

Das Mauerwerk der romanischen Apsis unterscheidet sich vom römischen Gebäudeteil deutlich durch die kleineren Steine und den Aufbau. Der sechseckige Anbau wird von Strebepfeilern unterteilt. Über der Zwerggalerie, die die Apsis heute nach oben hin abschließt, befand sich früher noch der Lichtgaden der Oberkirche.

Auch im Inneren der Porta Nigra mischen sich romanische Bauteile unter die römischen. Während der Nutzung als Kirche waren im Innenhof die Böden der Kirchen eingezogen. Der Bereich des Innenhofes diente als Mittelschiff und man kann noch die Orgelempore erkennen. Der Ostturm diente nach dem Anbau der Apsis als Querhaus, die seitlichen Wehrgänge als Seitenschiffe.

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Ob man die Porta Nigra alleine erkundet oder sich bei einer Erlebnisführung von einem römischen Zenturio in die Zeit des Imperium Romanum versetzen lässt – ein Besuch der Porta Nigra lohnt sich immer und ist ein absolutes Muss für Besucher der Augusta Treverorum, des heutigen Trier.

 

Weitere Informationen:
Öffnungszeiten und Preise: http://www.trier-info.de/portanigra-preise-und-zeiten
Erlebnisführungen: http://www.erlebnisfuehrungen.de/zenturio/

 

Porta Nigra, Trier (Teil 1)

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Eines der bekanntesten römischen Bauwerke in Deutschland ist die Porta Nigra in Trier. Nur die spätere Nutzung als Kirche hat dieses römische Stadttor vor dem Schicksal bewahrt, wie der Rest der Stadtmauer als Steinbruch zu dienen. Das Wahrzeichen Triers ist bereits seit 1986 UNESCO-Welterbe – zusammen mit den anderen römischen Baudenkmälern der Stadt, dem Dom und der Liebfrauenkirche.

Literatur:

  • P. Goethert/W. Weber, Römerbauten in Trier (Regensburg 22010) S. 23–57
  • H.-P. Kuhnen (Hrsg.), Das römische Trier (Stuttgart 2001) 143–157
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.), Führer zu archäologischen Denkmälern des Trierer Landes (Trier 2008) 56f.

Die Porta Nigra wurde zusammen mit der Stadtmauer im 2. Jh. n. Chr. errichtet – nicht als Verteidigungsmauer, sondern als repräsentative Anlage. Dafür spricht, dass die Mauer keine wiederverwendeten Materialien enthält. Allerdings wurde das Tor nie vollendet. Gründe hierfür könnten knapp werdende Geldmittel oder kriegerische Auseinandersetzungen (z. B. im Zusammenhang mit der Belagerung Triers durch Clodius Albinus Ende des 2. Jhs. n. Chr.).

In den Jahrhunderten nach dem Ende der römischen Herrschaft wurden die Stadtmauer und ihre Tore als Steinbruch genutzt. Auch die Porta Nigra wäre dem zum Opfer gefallen, hätte nicht im 11. Jh. n. Chr., genauer gesagt am 30. November 1030, der Mönch Simeon im Ostturm eine Zelle eingerichtet, in der er bis zu seinem Tod 1035 n. Chr. als Einsiedler lebte. Sein Freund, Erzbischof Poppo von Babenberg, sorgte nicht nur für die Heiligsprechung Simeons, sondern weihte auch einen Altar in der Porta Nigra. Das Tor wurde zu einer Kirche umgebaut und daneben entstand ein Stiftsgebäude.

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche immer wieder umgebaut und Anfang des 19. Jhs. n. Chr., als Napoleon Trier besetzt hatte, wurden fast alle Teile wieder entfernt, die durch den Umbau zur Kirche ergänzt worden waren. Beibehalten wurde unter anderem die romanische Apsis.

 

(Fortsetzung folgt …)

Augusta Treverorum – Zur Geschichte des römischen Trier (Teil 3)

Im weiteren Verlauf des 2. Jhs. n. Chr. wurde das römische Reich von verschiedenen germanischen Stämmen bedroht. Aber auch innenpolitisch gab es unruhige Zeiten. Im Jahr nach der Ermordung von Commodus wurden vier Kaiser ausgerufen und es kam 193 bis 197 zu einem Bürgerkrieg, aus dem Septimius Severus schließlich als Sieger hervorging. Trier hielt in dieser Zeit zu Septimius Severus und wurde einem weiteren Gegenkaiser, Clodius Albinus, belagert. Septimius Severus konnte die Stadt aber schließlich befreien. Die Porta Nigra scheint aufgrund dieser Kämpfe nicht fertig gestellt worden zu sein und 1993 fand man einen Münzschatz, der offenbar in dieser Zeit vergraben wurde.

In der Folgezeit blühte Trier jedoch wieder auf, was sich unter anderem darin zeigt, dass viele Häuser und Villen ausgebaut und beispielsweise mit Mosaiken geschmückt wurden. Diese Blütezeit endete um etwa 260 n. Chr., als Postumus das Gallische Sonderreich gründete – mit Trier als Hauptstadt – und es zu einem neuen Bürgerkrieg kam. In diese Zeit fallen auch Einfälle der Alemannen, die unter anderem auch das Trierer Umland plünderten.

Unter der von Diokletian eingeführten Tetrarchie (Vier-Kaiser-Herrschaft) wurde Trier dann noch einmal zu einer der wichtigsten Städte im römischen Reich. Hier befand sich nun bis 402 n.Chr. der Sitz der Praefectura Galliarum, der obersten Verwaltungsbehörde des Westteils des Imperium Romanum und schon Diocletians Mit-Augustus Maximian wählte Trier zu einer seiner Residenzstädte und begann mit dem großangelegten Ausbau der Stadt. Unter ihm und seinen Nachfolgern Konstantius Chlorus und vor allem dessen Sohn Konstantin entstanden ein neuer Kaiserpalast (heute noch sichtbar ist die Palastaula) und die Kaiserthermen. Als sich Konstantin allerdings seiner neuen Hauptstadt Konstantinopel zuwandte, ließ er viele Bauten in Trier unvollendet. So werden die Thermen zum Beispiel nie fertiggestellt.

Trotzdem bleibt Trier auch in den nächsten Jahrzehnten noch Residenzstadt. Der Niedergang der Stadt begann mit der Verlegung der Praefectura Galliarum nach Arles und dem Abzug der Kaiserresidenz Anfang des 5. Jhs. n. Chr. Nur als Bischofssitz behielt Trier seine Bedeutung. Um 480 fiel Trier endgültig an die Franken.

Die Bedeutung, die Triers im 4. Jahrhundert durch Kaiser und Verwaltung erhielt, zeigt sich auch in den vielen großen Villen, die im Umland der Stadt entstanden. Einige davon erreichen palastartige Ausmaße und können dem Kaiserhaus oder zumindest hohen Beamten zugeschrieben werden. Ein Beispiel ist die Villa in Konz.

Augusta Treverorum – Zur Geschichte des römischen Trier (Teil 2)

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Im Gebiet der späteren Stadt und in der Umgebung befanden sich kleinere Siedlungen der keltischen Treverer. In der weiteren Umgebung befanden sich aber auch befestigte Siedlungen dieses Stammes auf dem Titelberg in Luxemburg, dem Castellberg bei Wallendorf oder auf dem Martberg. Erste römische Spuren in der Umgebung von Trier finden sich auf dem Petrisberg, wo sich um ca. 30 v. Chr. möglicherweise eine römische Militärstation befand.

Nach der Eroberung Galliens durch Caesar und der Niederschlagung der letzten Widerstände durch Augustus begann dieser mit der Neuordnung der Galliens in drei Provinzen: Aquitania, Gallia Lugdunensis und Gallia Belgica. Trier gehörte zur Gallia Belgica und war später Sitz des Finanzprokurators dieser Provinz.

Im Zusammenhang mit der Neuordnung baute man das Straßennetz aus. Man vermutet, dass Agrippa, der Freund und Schwiegersohn von Augustus, den Straßenbau während seiner ersten Statthalterschaft in Gallien vorantrieb. Wann genau die Stadt Augusta Treverorum gegründet wurde, ist nicht sicher. In der Regel geht man aber davon aus, dass sie etwa 18/17 v. Chr. nach der Fertigstellung der ersten Brücke über die Mosel an dieser Stelle gegründet wurde.

Augustus hielt sich in den Jahren 16-13 v. Chr. in den gallischen Provinzen auf und 12 v. Chr. wurde in Lyon ein Altar für die Göttin Roma und Augustus eingeweiht. Trier erhielt im gleichen Jahr eine Kopie dieses Altars. Die Stadtplanung war zu diesem Zeitpunkt also wahrscheinlich weitestgehend abgeschlossen.

Die günstige Lage an den Hauptstraßen der gallischen Provinzen begünstigten Handel und Gewerbe in Trier. Wichtige Handelsgüter waren Wein, Tuchwaren und die sogenannten Trierer Spruchbecher. Und auch im archäologischen Befund zeigt sich der rasche Aufschwung des neuen Zentralorts der Treverer im 1. Jh. n. Chr. Unter Vespasian wurde eine neue Brücke errichtet und das Forum wurde ausgebaut; unter Hadrian wurde Trier vermutlich zum Sitz des Provinzstatthalters. Unter Antoninus Pius wurde in der Mitte des zweiten Jahrhunderts die Brücke noch einmal neu errichtet. Um die gleiche Zeit wurde die Stadt wohl auch mit einer repräsentativen Mauer umgeben, von deren Toren die Porta Nigra heute noch die Besucher beeindruckt. Unter Mark Aurel entstanden beispielsweise die Barbara-Thermen und das Amphitheater.

Augusta Treverorum – Zur Geschichte des römischen Trier (Teil 1)

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Ein Highlight für jeden, der sich für die Spuren der Römer in Deutschland interessiert, ist Trier. Die zur Zeit von Kaiser Augustus gegründete Stadt an der Mosel schaffte es zwischen dem späten 3. und dem ausgehenden 4. Jahrhundert sogar zur Residenz römischer Kaiser, die der Stadt monumentale Bauten bescherten, die zum Teil auch heute noch zu sehen sind. Und wann immer Bagger die Erde in Trier aufreißen, stößt man mit größter Wahrscheinlichkeit auf Reste aus der Römerzeit.

Wichtigstes Bauwerk ist natürlich die Porta Nigra, das Wahrzeichen Triers. Auf den Spuren der Römer kann man aber auch verschiedene Thermen erkunden (Kaiserthermen, Barbarathermen, Thermen am Viehmarkt), die Palastaula Kaiser Konstantins, das Amphitheater, die Römerbrücke sowie den Dom und die Liebfrauenkirche besuchen.

Auch für das Landesmuseum sollte man sich Zeit nehmen. Mit seiner umfangreichen Sammlung an römischen Grabmälern, Mosaiken usw. gibt das Museum einen Einblick in das Leben der Römer in Trier und seiner Umgebung.

Auf die noch sichtbaren Spuren der Römerzeit werde ich in eigenen Beiträgen eingehen. In dieser Reihe möchte ich einen groben Überblick über die Geschichte des römischen Trier geben.

Literatur:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Augusta_Treverorum
  • -P. Goethert/W. Weber, Römerbauten in Trier (Regensburg 22010)
  • H.-P. Kuhnen (Hrsg.), Das römische Trier (Stuttgart 2001)
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.), Führer zu archäologischen Denkmälern des Trierer Landes (Trier 2008)
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.), Trier – Augustusstadt der Treverer (Mainz 21984)
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.), Trier – Kaiserresidenz und Bischofsstadt (Mainz 21984)
  • König (Hrsg.), Palatia. Kaiserpaläste in Konstantinopel, Ravenna und Trier (Trier 2003)
  • A. Demandt/ J. Engemann (Hrsg.), Konstantin der Große. Imperator Caesar Flavius Constantinus (Mainz 2007)

 

(Fortsetzung folgt …)