29.04.18 Führung “Mein Lieblingsstück“: Nike – Darstellungen der Siegesgöttin in der antiken Kunst (Dr. Isabel Leogrande)

 

In unregelmäßigen Abständen stellen ehemalige Studierende und Absolventen des Archäologischen Instituts des Universität Bonn ihr „Lieblingsstück“ im Akademischen Kunstmuseum vor.

Uhrzeit: 15.30 Uhr

Adresse:

Akademisches Kunstmuseum – Antikensammlung der Universität Bonn
Am Hofgarten 21
53113 Bonn

Preis für Erwachsene: 3 € (Eintritt und Vortrag)

 

 

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29.04.2018 Sonntagsführung: Keramik – Vom Ton zum Gefäß (Reinhold Schwarz)

 

Uhrzeit: 11.15 Uhr

Adresse:

Akademisches Kunstmuseum – Antikensammlung der Universität Bonn
Am Hofgarten 21
53113 Bonn

Preis für Erwachsene: 3 € (Eintritt und Vortrag)

 

Das Alexander-Mosaik (Teil 2)

Was kann uns das Mosaik über das ihm zugrunde liegende Gemälde verraten? Das Gemälde entstand vermutlich im 4. Jh. v. Chr., da schon der sogenannte Alexander-Sarkophag darauf Bezug zu nehmen scheint. Der Stil des Mosaiks gibt Hinweise auf die Malweise des Gemäldes: es handelte sich um 4-Farben-Malerei (gelb, rot, schwarz, weiß) mit breiten Pinselstrichen und Glanzlichtern.

In den antiken Quellen werden zwei Bilder von Alexanderschlachten genannt. Zum einen das Gemälde der ägyptischen Malerin Helena, das die Schlacht von Issos darstellte. Zum anderen ist ein berühmtes Bild von Philoxenos (Ende des 4. Jhs. v. Chr.) überliefert, einem Schüler des Nikomachos. Letzterer führte die 4-Farben-Malerei ein und Philoxenos zeichnete sich durch eine schnelle Malweise mit breiten Pinselstrichen aus.

Aufgrund der Malweise, die das Mosaik imitiert, scheint Philoxenos als Maler des Originals wahrscheinlicher. Sein Gemälde entstand für Kassander, den Sohn des Antipatros und einer der Nachfolger Alexanders. Kassander wollte sich vermutlich mit diesem Gemälde bewusst als legitimer Nachfolger Alexander den Großen darstellen und damit seinen eigenen Herrschaftsanspruch untermauern.

Das Alexander-Mosaik befindet sich heute im Archäologischen Nationalmuseum in Neapel. Dort ist es an der Wand angebracht, wie vermutlich auch das ursprüngliche Gemälde. Vor Ort in Pompeji sieh man heute eine Kopie.

 

Literaturauswahl:

  • Bernard Andreae: Das Alexandermosaik. Reclam, Stuttgart 1967
  • Klaus Stähler: Das Alexandermosaik. Über Machterringung und Machtverlust. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1999