Das Pantheon in Rom (Teil 1)

Im Jahre 25 v. Chr. ließ Agrippa, Freund und Schwiegersohn von Kaiser Augustus, einen Tempel auf dem Marsfeld errichten. Es handelte sich um einen quergestellten, ca. 44 x 20 m großen Bau. Ausgrabungen in den 1990er Jahren haben ergeben, dass hinter diesem Bau offenbar ein runder Hof mit 44 m Durchmesser lag.

Im Jahre 80 n. Chr. wurde dieser Tempel durch einen Brand zerstört und unter Domitian wieder restauriert. Aber schon 110 n. Chr. fiel er erneut einem Brand zum Opfer. Die Errichtung des heutigen Baus begann eventuell schon unter Trajan; vollendet wurde das Pantheon jedoch unter Hadrian.

Der Neubau wurde von dem innovativen Architekten Apollodoros geplant. Man betritt den Tempel durch eine dreischiffige Vorhalle, deren äußere Schiffe in Conchen enden. Von dort aus gelangt man in die überkuppelte Rotunde.

Die Kuppel besteht aus Opus Caementicium. Die Kuppel wurde nicht in einem Stück gegossen, sondern man legte einzelne Ringe horizontal übereinander. Die Höhe der Kuppel entspricht etwa ihrem Durchmesser, sodass dem Gebäude ein vollständiger Kreis eingeschrieben werden kann.

Zur Überwölbung war zwar eine Mauerstärke von 6 m notwendig, nicht aber die entsprechende Masse. Daher konnte der Zylinder mit Nischen „ausgehöhlt“ werden. Zusätzlich gab es Entlastungsbögen in der Außenwand und weitere Bögen über den Nischen im Innern.

(Fortsetzung folgt …)

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