Burg Linn und das archäologische Museum von Krefeld

Im 12. Jh. n. Chr. baute Otto von Lynn eine bereits bestehende Motte (künstlicher Hügel) mit einem von einer Palisade umgebenen Wachtturm als Stammsitz der Herren von Lynn aus. 1188 ging die Burg an den Kölner Kurfürsten, blieb der Familie von Linn aber als Lehen erhalten. Im Laufe der Jahrhunderte entstand das heutige Ensemble von Burg und Jagdschloss. Anfang des 18. Jhs. wurde die Burg im spanischen Erbfolgekrieg durch einen Brand zerstört und blieb bis ins 20 Jh. als Ruine bestehen. Inzwischen wurde die Wasserburg restauriert und zusammen mit dem Jagdschloss   als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hier kann man mehr über die wechselvolle Geschichte der Burg erfahren.

Neben der Burg befindet sich das archäologische Museum Krefelds, dessen Gebäude im zweiten Weltkrieg als Bunker errichtet worden war. Highlights in diesem Museum sind die Funde aus dem römischen Lager Gelduba (Krefeld-Gellep) und dem Gräberfeld Gelleps. 6500 Personen wurden hier von der römischen bis zur frühmittelalterlichen Zeit bestattet. Herausragend sind beispielsweise die Beigaben für den fränkischen Fürsten Arpvar. Auch die Mange der gefundenen Gläser und Fibeln ist sehenswert. Ein anderer besonderer Fund ist ein Lastkahn aus der Zeit Karls des Großen (768 bis 814 König des Fränkischen Reichs). Für dieses 16 Meter lange Schiff wurde eigens eine lichtdurchflutete Halle gebaut, an deren Wänden die Geschichte des Rheinhafens von der Antike bis in die Gegenwart dargestellt ist.

Weitere Informationen: http://www.museumburglinn.de/de/

 

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